Elbewanderung Dresden

Dresden und die Elbe –

das ist eine ganz besondere und nicht immer nur harmonische Beziehung. Das Elbtal hat Dresden einst den Titel des UNESCO-Weltkulturerbes eingebracht – und der Bau der Waldschlößchenbrücke über das Elbtal hinweg war der Grund, dass der Stadt dieser Titel wieder aberkannt wurde.

In vielen Abschnitten des Ufers schmiegen sich die Elbhänge an den Fluss, Stadt und Landschaft ergänzen einander, ja, spielen miteinander. In anderen Bereichen wiederum wurden dem Fluss am Ufer Gewaltbauten aufgezwungen.

Der Fluss wehrte sich in den vergangenen Jahrhunderten oft mit Hochwasser, zuletzt in den Jahren 2002 und 2013.

Die Elbwiesen sind für die Dresdner eine Art verlängertes Wohnzimmer, hier wird sich erholt, gegrillt, Sport getrieben, spazieren gegangen, gefeiert, Kino geschaut, Konzerten gelauscht oder einfach nur gefaulenzt. Was liegt also näher, als die Stadt bei einem Spaziergang entlang der Elbe kennenzulernen. Ich lade Sie ein zu einem Tag, an dem Sie vieles neu entdecken können, vielleicht schon Bekanntes werden Sie anschließend vielleicht mit neuen Augen sehen – und das alles mit dem guten Gefühl, auch noch etwas für die Gesundheit getan zu haben!

Die Strecke

Wir starten am Kronentor des Zwingers gegenüber vom Staatsschauspiel Dresden. Durch den Innenhof des Zwingers geht es zum Theaterplatz mit der Semperoper, der katholischen Hofkirche und der Schinkelwache.

Wir erreichen den Altmarkt mit der Kreuzkirche und dem Kulturpalast, dann gehen wir zum Schloss und gelangen durch das Georgentor zum Fürstenzug und von dort aus zur Frauenkirche. Wir schlendern die Brühlschen Terrassen entlang, ehe wir nahe der neuerbauten Synagoge hinter zur Elbe laufen, die uns von nun an begleiten wird.

Mit Blick auf den Amtssitz des sächsischen Ministerpräsidenten und den „Grünen Bogenschützen“ erreichen wir die Albertbrücke und kurz darauf den Fährgarten Johannstadt, wo wir eine erste Pause mit Stärkung einlegen. Weiter geht es entlang der Elbe zur Waldschlösschenbrücke und, mit Blick auf das ehemalige Wasserwerk Saloppe und die schönen neogotischen Elbschlösser, zu der vom Namen her bekanntesten Dresdner Brücke, dem „Blauen Wunder“.

Hier legen wir eine erneute Pause ein und lassen uns bei einer Tasse Kaffee die Dresdner Spezialität Eierschecke munden. Anschließend erreichen wir zu Fuß über die Brücke die Talstation der Schwebebahn, mit der wir hinauf zum Weißem Hirsch fahren.

Wir genießen wundervolle Ausblicke hinunter ins Elbtal und laufen durch Dresdens Nobelviertel zur Bautzner Landstraße, von wo aus uns die Straßenbahn zu den Elbschlössern bringt. Hier probieren wir einen Dresdner Winzerwein vom Elbhang, ehe wir beschwingt wieder die Elbe hinabsteigen. Wir passieren den Rosengarten und die Gartenanlage unterhalb des Amtssitzes des Ministerpräsidenten, machen einen Abstecher zum Albertplatz mit dem Erich-Kästner-Denkmal, wandern durch das Barockviertel zum Goldenen Reiter, nutzen die Möglichkeit zum Fotostopp am sogenannten Canalettoblick und lassen die Tour ausklingen.

Dauer und Anforderungen

Die Tour kann auf Deutsch oder Englisch durchgeführt werden und dauert, je nach Länge der Pausen, 6 bis 8 Stunden. Es werden also Ausdauer und Kondition benötigt. Gleichzeitig ist diese Tour aber auch so gestaltet, dass sie auch von Rollstuhlfahrern mit entsprechender Fitness problemlos gemeistert werden kann.

Es besteht die Möglichkeit auch halbe Touren zu buchen, entweder vom Zwinger bis zum Blauen Wunder einschließlich Kaffee und Kuchen oder vom Blauen Wunder aus über den Weißen Hirsch zum Goldenen Reiter.

Ihr Reiseführer

Mathias Ullmann ist zwar kein gebürtiger Dresdener sondern Hallenser, aber er lebt seit mehr als 30 Jahren in Dresden. Als Historiker weiß er, dass es meist die kleinen Geschichten sind, die die „große Geschichte“ interessant machen. Und in seiner mehrjährigen Tätigkeit als Reiseleiter für Westeuropa, Nordamerika und das südliche Afrika hat er gelernt, diese Geschichten seinen Gästen zu präsentieren und ihnen dabei zu helfen, schöne Kleinigkeiten zu entdecken und sich über diese Entdeckungen zu freuen.

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